Vielerorts ist zu hören und zu lesen, dass die Milcheinlieferungen massiv eingebrochen sind. Unsere Einlieferungskurve bestätigt dies nur bedingt und die Mengen scheinen sich regional sehr unterschiedlich zu entwickeln. Der Einbruch Ende Juli aufgrund weiterhin sehr hoher Temperaturen und in einigen Regionen kranker Kühe war sehr extrem. Allerdings sind die Mengen bereits in der Woche darauf wieder angestiegen und bewegen sich nun auf tiefem Sommerniveau seitwärts. Einen generellen Einbruch von über 10% sehen wir nicht. Gegenüber dem Vorjahr sind die Einlieferungen zwar deutlich tiefer, dies aber vor allem, weil die Mengen 2025 ab August sehr hoch waren, verglichen mit den Vorjahren. Was aber mit den Milchmengen ab Herbst passiert, ist aktuell schwer einzuschätzen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Schlachtmärkte aktuell voll sind und auf vielen Betrieben bereits das Winterfutter verfüttert werden muss, wird sich die Situation rasch ändern und die Milchverfügbarkeit knapper. Deshalb rechnen wir aktuell mit Einlieferungen knapp auf dem Niveau von 2023/24.
