Die aussergewöhnliche Marktsituati­on im Frühjahr hat die bestehenden Abrechnungsmodelle an ihre Grenzen gebracht. Deshalb arbeiten wir an einer neuen Regelung für den Umgang mit Milchüberschüssen. Kernstück ist ein Referenzmengensystem, das eine transparente und einheitliche Behandlung der Produzenten im Basis- und im Planungsmodell si­cherstellen soll. Der Verwaltungsrat hat den Vorschlag zur Einführung betriebsindividueller Referenzmengen für alle Betriebe und die damit verbun­denen Anpassungen der Einkaufs­konditionen an seiner August-Sitzung zuhanden der ausserordentlichen Generalversammlung verabschiedet. 

Ab 2027 soll für jeden Betrieb eine mo­natliche Referenzmenge auf Basis der bisherigen Einlieferungen berechnet werden. Sie wird nur relevant, wenn die Markt- und Absatzsituation die Einfüh­rung von C-Milch erfordert. In Monaten ohne C-Milch hat die Referenzmenge keinen Einfluss auf die Abrechnung. 

Das Basis- und das Planungsmodell bleiben weiterhin bestehen. Für Betrie­be, die eine grössere betriebliche Ver­änderung planen, z. B. einen Stallneu­bau mit Aufstockung, ist zudem eine klar geregelte Lösung vorgesehen.

Webinar vor der Abstimmung

Die detaillierten Bestimmungen und Änderungen der Einkaufskon­ditionen stellen wir euch in einem Webinar vor der Abstimmung an der ausserordentlichen GV vor. Anhand konkreter Beispiele erläu­tern wir, wie das Referenzmen­gensystem funktioniert und was es für euren Betrieb bedeutet. Im Anschluss bleibt Zeit für eure Fra­gen. Die Einladung mit dem Termin und den Zugangsdaten folgt.

Ausserordentliche GV 2026

Die Änderungen der Einkaufs­konditionen werden wir euch an einer ausserordentlichen Generalversammlung zur Ab­stimmung vorlegen. Diese wird voraussichtlich im Oktober 2026 physisch stattfinden, wir sind gerade an den organisatorischen Abklärungen dran. Den Entwurf der Traktandenliste findet Ihr bereits in den kommenden Tagen im Intranet. Genauere Informa­tionen zu Datum und Durchfüh­rungsort werden wir euch so bald als möglich bekanntgeben.