PV SUISSE BIOMILCH

In der Produzentenvereinigung SUISSE BIOMILCH sind die Biomilch-Produzenten der mooh Genossenschaft als eigenständige Einheit vertreten. Die mooh Genossenschaft ist eine von sechs zertifizierten Biomilchhändlerinnen in der Schweiz.

Biomilchmarkt: wie weiter?

Aufgrund der attraktiven Preise steigt das Angebot an Biomilch stärker als die Nachfrage in der Schweiz. Es wird erwartet, dass das Angebot mit den Neuumsteigern ab 2020 definitiv die Nachfrage übersteigt. Als erste Massnahme führen die Biomilchorganisationen Wartelisten für die ersten fünf Monate im 2020 ein. Die mooh Genossenschaft und die in sie integrierte Produzentenvereinigung SUISSE BIOMILCH unterstützt vorerst diese Massnahme, hat sich aber intensiv mit der Situation im Biomilchmarkt auseinandergesetzt und eine entsprechende Strategie für die Zukunft erarbeitet.

Zielsetzung
Als Produzentenorganisation ist für die mooh Genossenschaft von grosser Bedeutung, dass ihre Mitglieder ihre Produktionsart frei wählen können. Die Genossenschaft setzt sich für den Absatz der Milch all ihrer Produzenten mit hoher Wertschöpfung ein. Um im Biomilchmarkt das Angebot und die Nachfrage im Gleichgewicht zu halten, definiert mooh mit der Produzentenvereinigung SUISSE BIOMILCH eine Strategie, die sowohl auf der Nachfrage- wie auch auf der Angebotsseite ansetzt.

Neue Absatzkanäle erschliessen
In erster Priorität setzt mooh alles daran, neue Absatzkanäle für Schweizer Biomilch zu öffnen, um den Absatz möglichst ohne Deklassierung sicherzustellen. Dies ist im Gegensatz zu einer langen Warteliste oder zur Deklassierung eine nachhaltige Lösung. Wachstumspotentiale im Inland sind dabei konsequent zu nutzen. Um im Absatz aber substanziell zu wachsen, müssen wir in Zukunft vermehrt Biomilch exportieren. Im Ausland will mooh selbständig neue Märkte erschliessen, gleichzeitig aber auch Exportprojekte von Kunden unterstützen.

Beitrag an Marktaufbau
Marktaufbau im Ausland ist immer mit Kosten verbunden. In der mooh Genossenschaft herrscht das Verursacherprinzip, wie es zum Beispiel bei der Ladehaltpauschale bereits angewendet wird. Konkret heisst das, dass mooh-Biomilchlieferanten, welche ihre Menge ausdehnen oder neu auf Bio umstellen, einen speziellen Beitrag an den Marktaufbau leisten. Als Referenzmengen für die gelieferte Biomilchmenge werden die Lieferungen der beiden Vorjahre bewertet.

Mit dem Beitrag wird der Aufbau von neuen, nachhaltigen Exportmärkten für Biomilch unterstützt. Die Höhe des Beitrags orientiert sich am Bedarf, wie viel zusätzliche Milch exportiert werden muss, und an den vorhandenen Exportprojekten. Der Beitrag wird nur in den milchstarken Monaten eingezogen. Die neue Regelung tritt am 1. Januar 2020 in Kraft.

Dynamisch bleiben
Mit diesen Massnahmen will die mooh Genossenschaft für ihre Mitglieder Wertschöpfung generieren und innerlandwirtschaftliche Konkurrenz vermeiden. Boris Beuret, Präsident der Produzentenvereinigung SUISSE BIOMILCH, ergänzt: «Dieses System lässt unseren Mitgliedern die freie Wahl der Produktionsart und erlaubt der mooh Genossenschaft gleichzeitig, am Markt dynamisch zu bleiben».